7 Fragen zum perfekten Krapfen
Für viele gehört es zur Faschingszeit einfach dazu, diesen süßen Klassiker zu backen. Doch Krapfen zu backen, das ist eine wahre Kunst. Manchmal scheint es, als könne der perfekte Butterkrapfen nur durch Zauberei entstehen. Damit der perfekte Krapfen auch bei Euch zu Hause gelingt, habe ich die häufigsten Fragen zum Krapfen in diesem Blogbeitrag für Euch beantwortet!
Nicht den Kopf hängen lassen, wenn beim ersten Mal noch nicht alles rund läuft. Mit jedem Versuch werdet Ihr besser, und schon bald könnt Ihr stolz Eure selbstgemachten Krapfen servieren. Also, nichts wie ran an die Krapfen, frittieren, füllen und reinbeißen! Lasst es euch schmecken!
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1. Was kann der Fehler sein, wenn die Krapfen nach dem Backen leicht zusammenfallen?
Meistens hat der Backvorgang zu kurz gedauert, das heißt wenn der Krapfen zu früh aus dem heißen Fett herauskommt, ist die Krume an der Oberfläche nicht fertig durchgebacken. Wenn sie dann heraußen sind, fallen sie zusammen. Abhilfe: eine Spur länger im heißen Fett backen. Optimale Temperatur: 165°C.
2. Meine Krapfen haben nach dem Backen keinen hellen Rand – woran liegt das?
Hier gibt es ganz viele Ursachen, die Schuld dran sein können, dass es keinen schönen Rand gibt. Wichtig ist, der Krapfen muss vor dem Backen richtig schön aufgehen, wir brauchen ein großes Volumen. Er sollte für 10-15 Minuten ins Freie gestellt werden, dass sich an der Oberfläche eine starke Haut bildet. Der Garpunkt muss genau passen. Das kann man testen, in dem man mit dem Finger leicht in den Krapfenteigling drückt, wenn der Fingerabdruck herausfedert, haben wir die perfekte ¾ Gare. Haben wir zu viel Gare, kann er im Fett nicht mehr aufgehen, hat er zu wenig Gare, hat er zu wenig Power im Fett.
3. Meine Krapfen sind, als ich sie ins heiße Fett gegeben habe, sofort an den Topfboden gesunken, nach einer Minute sind sie dann doch geschwommen, aber das Ergebnis war nicht überzeugend, obwohl geschmacklich sind sie gut. Wo liegt das Problem?
Das Rezept ist super, weil der Geschmack ist ja gut ;) aber anscheinend war der Krapfen viel zu fest, er hat zu wenig Temperatur gehabt. Unbedingt darauf achten, dass der Teig die richtige Temperatur hat. Wir brauchen bei der Milch und der Butter eine Temperatur von ca. 35-36°C. Der Teig muss richtig schön ausgeknetet sein. Ist der Teig zu wenig aufgegangen und hat der Germ nicht richtig gearbeitet, haben wir eine feste Kugel, sobald der Teigling dann ins Fett kommt, fällt er zusammen. Wichtig ist auch die Verwendung einer frischen Hefe, keine Bio Hefe verwenden.
4. Kann man den Rum durch etwas ersetzen, damit die Krapfen nicht so fettig werden?
Den Rum brauchen wir im Teig. Er hat die Aufgabe, dass der Krapfen, wenn ich ihn ins heiße Fett gebe, nicht mit dem Fett ansaugt. Man kann ihn schon weglassen, es kann aber sein, dass sich die Krapfen leicht mit Fett ansaugen. Die Menge vom Rum dann einfach mit Milch ersetzen.
5. Wie schafft man das am besten, dass das Öl die Temperatur behält. Es war nach der ersten Partie viel zu heiß und hat ewig gedauert, bis es wieder auf die richtige Temperatur runtergekühlt ist.
Zum Krapfen backen verwende ich eine Backpfanne. Man kann auch eine Fritteuse verwenden. Das hat den großen Vorteil, dass man einen Temperaturregler hat. Dann kann man die 165°C einfach einstellen. Dann bleibt das Fett relativ konstant. Auch ich überprüfe vorlaufend die Temperatur mit einem Teigthermometer. Mann muss die Temperatur immer wieder anpassen, wenn die Krapfen ins Fett kommen, fällt die Temperatur. Wenn das Fett längere Zeit steht, erhitzt es sich wieder. Man braucht für das perfekte Ergebnis 165°C.
6. Wie macht man Krapfen mit Übernachtgare?
Die Klassische Übernachtgare empfehle ich gar nicht bei Krapfen. Durch die wenige Hefe im Teig, ist die Gefahr groß, dass keine Power mehr da ist, wenn wir die Krapfen ins Fett geben. Also den Krapfen immer frisch produzieren.
7. Wie macht man das Fett heiß? Temperatur komplett aufdrehen oder eher auf kleiner Stufe erwärmen? Welches Fett verwendet man am besten?
Zum Backen von Krapfen kann man alle Arten von Fetten verwenden, ich empfehle Ceres oder normales Frivissa. Fett immer langsam erwärmen, nicht gleich voll aufdrehen. Zeit lassen und immer wieder die Temperatur kontrollieren.